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Am 24.08.2018 wurde das 20-jährige Jubiläum unseres ersten Wohnverbundes (WVB) in Charlottenburg gefeiert.
Viele Gäste folgten der Einladung: Assistenznehmende, Angehörige, Mitarbeitende, Kooperationspartner, Nachbarn, Freunde und zahlreiche Ehemalige kamen zu diesem besonderen Jubiläum zusammen.
Die Freude und der Stolz über die damals neuen Wege, die vor 20 Jahren mutig beschritten wurden, waren sehr deutlich spürbar. Das erste Wohnprojekt der Lebenswege war Vorreiter und ebnete weiteren Wohnangeboten für Menschen mit Behinderungen den Weg. Karin Mitterer (Geschäftsleitung) und Doris Heitmann (erste Bereichsleitung Wohnen) schilderten in ihren Ansprachen eindrucksvoll, welche besonderen Herausforderungen Ende der neunziger Jahre (Januar 1998) mit der Konzeptidee des Ambulanten Wohnens für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf zu bewältigen waren.

Der Wohnverbund in Charlottenburg war nicht nur das erste Wohnprojekt der Lebenswege, sondern das erste seiner Art in Berlin. Vor 20 Jahren konnte man sich in unserer Gesellschaft kaum vorstellen, dass Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft oder gar in der eigenen Wohnung leben können. Sowohl Lebenswege, seine Mitarbeitenden und vor allem die ersten Bewohner*innen mussten sich ganz schön was zutrauen.
20 Jahre Bestehen zeigen, dass sich dieser Mut gelohnt hat. Viele unterschiedliche Lebensentwürfe wurden erprobt und gelebt. Der Wohnverbund Charlottenburg ist heute Wegweiser und Wegbereiter für viele Menschen, die sich einen möglichst selbstbestimmten Lebensweg vorstellen und mitten im Kiez als Teil der Gesellschaft leben wollen.
Die damalige Vision von zwei betreuten Wohnformen (BEW u. WG)  an einem Standort, die eine individuelle Annäherung in beide Richtungen für ein selbstbestimmtes Wohnen fördern, trägt sich bis heute fort und entwickelt sich weiter. Dieses ambulante Setting trägt wesentlich zur Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft bei.
Ein riesiges Dankeschön gilt der Wohnverbundleitung, Martina Maier, die mit ihrem Team und den Assistenznehmenden dieses wunderbare Fest sehr engagiert ausrichtete.
Neben einer einleitenden Rede mit dem Powertalker einer Assistenznehmerin aus dem BEW., einem modernen Rollstuhltanz der Wohngemeinschaft, einer Duo-Tanzperformance, medialen Fotokollagen und einer bewegenden autobiographischen Erzählung, gab es zum Abschluss einen Film mit Interviews, die Peter Pelzmann (Lebenswege Assistent) mit Assistenznehmenden des WVB produzierte.
Ein sehr gelungenes, buntes, vielfältiges, tolles Fest!
Weitere Infos hier: Lebenswege-Wohn-Verbünde

Text: D. Heitmann, M. Mitterer, M. Maier | Fotos: D. Heitmann


Wo kann ich mich beteiligen und wer vertritt die Interessen von Menschen mit Beeinträchtigungen?

Antworten in leichter Sprache finden Sie in dieser neuen Broschüre „Mitbestimmen! Demokratie und Politik in Berlin" des BLAUEN KAMELS und der Berliner Landeszentrale für politische Bildung

Download der barrierefreien Datei hier.


Bildungsarbeit für erwachsene Menschen mit Behinderungen braucht Anstöße und Ideen. Macht mit!!

WETTBEWERB „INKLUSION BRAUCHT BILDUNG!“
Gesucht werden interessante Ideen und Konzepte zur Erwachsenenbildung von Menschen mit (und ohne) Behinderungen.
Bewerbungsschluss: 1. Oktober 2018 // Preise: 1. Preis: 3.000 Euro / 2. Preis: 2.000 Euro / 3. Preis: 1.000 Euro
Infos und Ausschreibungsunterlagen unter www.bvkm.de oder www.geseb.de


Der "Wohnverbund Krumme Str." wird 20! Das ist ein guter Grund zum Innehalten und zum gebührenden Feiern.

Wer sich mit dem WVB verbunden fühlt,  ist herzlich zum Jubiläumsfest am 24.08.2018 um 16.00 Uhr eingeladen.

Start: 16.00 Uhr im Haus der Jugend, Zillestrasse 54, 10585 Berlin mit einem kleinen Rahmenprogramm, Kaffee und Kuchen.

Im Anschluss ab 18:00 Uhr werden wir im Wohnverbund Krumme Str. 78, 10585 Berlin weiter feiern.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Mit Leckerem vom Grill, gekühlten Getränken und Livemusik feiern wir in den Abend.

Schön wäre es, Euch zu treffen und mit Euch gemeinsam diesen Tag zu  verbringen.

Euer Wohnverbund Charlottenburg


Foto: "Hausboot" von P. Pelzmann

In der neuen Broschüre der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland - ISL e.V. wird das sozialwissenschaftliche Konzept des Ableismus einfach erklärt.

 "...Der Begriff „Ableismus“ setzt sich zusammen aus dem englischen Wort „able“ (to be able = fähig sein) und „ismus“, heißt es in der Broschüre. Solche Endungen deuten auf ein in sich geschlossenes Gedankensystem hin. Ableismus ist also die alltägliche Reduzierung eines Menschen auf seine Beeinträchtigung. Damit einher geht eine Abwertung (wegen seiner Beeinträchtigung) oder aber eine Aufwertung (trotz seiner Beeinträchtigung)..."

Kostenloser Download hier.